Niederlage im 6 Punkte Spiel!

Matchbericht FC Kickers – FC Langenthal (0:0) 0:2 

Grosse Bemühungen werden am Ende mit zwei verletzten Stammkräften bestraft

Am Samstag stand gegen den FC Langenthal ein Sechs-Punkte-Spiel auf dem Programm. Bereits früh im Spiel musste Kickers einen herben Verlust hinnehmen, ein zweiter sollte in der 55. Minute folgen. 

Dass Langenthal am Ende der Tabelle wiederzufinden war, merkte man zu Beginn der Partie nicht. Mit einem effektiven Pressing versuchte man die Kickers auf Tribschen daran zu hindern, Torchancen zu kreieren. Deshalb dauerte es seine Zeit, bis Kickers die erste Torchance verzeichnen konnte. Leandro Coelho war es, der auf der rechten Seite Eloy Barrios Aneas lancierte, dieser stach zwar in Richtung Elfmeterraum, sein Schuss sah er aber knapp am linken Pfosten vorbeiziehen. 

Nur wenige Sekunden später vernaschte Maumar Morice seinen Gegenspieler auf der linken Seite mit einer köstlichen Finte auf herrliche Weise, aber auch sein Abschluss war am Ende zu überhastet. Maumar schoss am Ende ähnliche wie Aneas Barrios am Pfosten vorbei. 

Langenthal seinerseits kam in der sechsten und der zwölften Minute gefährlich vor das Gehäuse des Heimteams. Bei beiden Szenen hatte der Tormann Eldin Beganovic aber gut aufgepasst, so dass er den Ball jeweils vor dem Stürmer neutralisieren konnte. 

In der zwölften Minute musste Kickers einen ersten schweren Rückschlag hinnehmen. Nach einem Zweikampf viel Dario Kurmann unglücklich auf die Seite und verletzte sich an der Schulter. Er konnte in der Folge nicht mehr weiterspielen und musste durch den 18-jährigen Innenverteidiger Velat Dere ersetzt werden. Diagnose: Sehnen- und Bänderüberdehnung an der Schulter. Kickers versuchte sich in der Folge aber nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Im Zentrum agierte Manuel Jelmini ambitioniert und sorgte für die eine oder andere gefährliche Torraumszene des Gegners. So beispielsweise auch in der 21. Minute, als er von Maumar Morice in die Tiefe angespielte wurde. Der Querpass in Richtung Elfmeterpunkt war am Ende aber etwas zu lang, so dass ein Langenthaler den Ball ins Aus beförderte.

Die letzten zwanzig Minuten der ersten Halbzeit gehörte der Heimmannschaft. In der 27. Minute war es Eloy Barrios Aneas, der nach einem Steilpass wiederum für Gefahr sorgte. Auch hier wurde der Ball aber wieder in den Eckball geklärt. In der 39. Minute tat es ihm Aussenläufer Maumar Morice ähnlich, der den Ball aus halbrechter Position auf den ersten Pfosten brachte, wo Leandro Coelho stand. Wieder fand der Ball in dieser Szene den Weg jedoch nicht ins Tor. 

Im Nachhinein kann wohl gesagt werden, dass Kickers das Spiel am Ende nur deshalb nicht gewann, weil man die Druckphase in der ersten Halbzeit nicht in Tore ummünzen konnte. Denn tatsächlich begannen sich die Dinge in der zweiten Halbzeit zusehends gegen Kickers zu drehen. 

Nach dem Pausentee begann Langenthal vermehrt auf das Tempo zu drücken. Es resultierten nicht nur Fehlpässe auf Seiten von Kickers, sondern auch unnötige Zweikämpfe, bei denen sich der eine oder andere Kickers-Spieler den Ball zu einfach abluchsen liess. In der 55. Minute vereitelte Beganovic mit einem starken Reflex eine weitere Grosschance von Langenthal. Im Gegenzug spielte eben dieser den Ball in Richtung Leandro Coelho, der in die Luft stieg und dabei mit seinem Gegenspieler unglücklich zusammenprallte. Coelho blieb am Boden liegen, für ihn war das Spiel zu Ende. Später bekamen die Spieler die Diagnose: Nasenbeinbruch. 

Es schien fast so, als hätte der verletzungsbedingte Ausfall von Coelho das letzte Quäntchen Hoffnung aus den Köpfen der Kickers-Spieler geblasen. Langenthal erarbeitete sich Chancen im Minutentakt. In der 62. Minute stand ausnahmsweise aber die Heimmannschaft im Zentrum. Eloy Aneas Barrios wurde flach lanciert. Der Linienrichter entschied auf Abseits – darüber lässt sich im Nachhinein sicherlich streiten. Im Gegenzug taten es ihnen die Langenthaler gleich - auch ihr Stürmer stand nach einem Konter im Abseits. 

In der 67. Minute musste Kickers erneut das Glück (oder Können?) ihres Torhüters Beganovic in Anspruch nehmen, als der Langenthal-Stürmer dem Kickers-Verteidiger bereits entwischte. Beganovic konnte aber in letzter Sekunde um den Verteidiger herum fassen und den Ball zum Erstaunen aller in den Eckball ablenken. Es waren Milimeterentscheide.  

Doch dann passierte es doch. In der 76. Minute kam Langenthal einmal mehr über die rechte Seite gefährlich nahe an den Strafraum von Kickers heran. Der Aussenläufer spielte den Ball scharf in die Mitte, wo der Stürmer nur noch den Fuss hinhalten konnte. 1:0 Langenthal. 

Kickers gab sich jedoch in den letzten Minuten nicht auf. In der 80. Minute war es einmal mehr Jelmini, der einen langen Flugball auf der Höhe des Fünfmeterraumes erhielt und eben diesen direkt aufs Tor zirkelte. Hätte er in dieser Szene etwas mehr Ruhe bewahrt und den Ball zuerst angenommen, hätte er vermutlich mehr Kraft hinter den Ball bringen und so den 1:1-Ausgleichstreffer erzielen können. So blieb es beim 0:1. In der 86. Minute war es wiederum Jelmini, der den Ball in den Strafraum von Langenthal brachte. Die Mitspieler agierten aber zu wenig aufsässig und aggressiv, so dass die Langenthaler-Verteidiger leichtes Spiel hatten. 

Geprägt vom Gedanken, eine weitere Niederlage hinzunehmen, kämpfte Kickers wacker gegen die drohende Niederlage an. Man riskierte viel und eröffnete dem Gegner in den letzten Minuten dadurch Räume. So auch in der 92. Minute. Langenthal sagte danke und markierte das 2:0-Schlussresultat.

Aufstellung Kickers: Beganovic Eldin, Kevin Kisungu, Kurmann Dario, Sascha Kokanovic, Kistler Marco ©, Abaidia Yahia, Sandro Villiger, Manuel Maumar Mauricio, Aneas Barrios Eloy, Jelmini Manuel, Leandro Coelho Nunes 

Aufstellung FC Langenthal: Studer Sascha, Pfister Christian, Zimmermann Sven ©, Kurmann Christoph, Isch Dario, Selmani Ardi, Abbatiello Emilio, Andrini Sandro, Wolfinger Fabio, Gemperle Gregory, Binaku Bledar

Ersatz: Callaku Etnik, Daniel Opoku, Velat Dere, Timo Marfurt, Nils Hermann

Tor: 76. Selmani Ardi 0:1 (FC Langenthal), 92. Binaku Bledar (FC Langenthal)

Bericht: Marjana Ensmenger

Kanterniederlage in Buochs

Matchbericht SC Buochs – FC Kickers (2:0) 5:0

Unglücklicher Start führt zu bitterer Kanterniederlage gegen Buochs

Es sind noch keine zwei Minuten gespielt, da zappelt der Ball bereits im Tor von Kickers. Am Ausgangspunkt stand ein Penalty, der unglücklich an die Hand des Innenverteidigers von Kickers sprang.

Sie kamen schnell, die Vorstösse von Buochs in die Platzhälfte von Kickers. So schnell, dass Buochs in der zweiten Minute gar mit 1:0 führte. Sicher war es ein Schock für die Mannschaft aus Luzern, so früh in Rückstand geraten zu sein, aber es war kein Grund, den Kopf in den nassen, mit Sand durchtränkten Rasen von Buochs zu stecken. Also kämpfte sich Kickers zurück.

In der fünften Minute hätte Philippe Fischer den Ausgleich auf dem Fuss gehabt, dieser schoss den Ball aber über das Tor. Wäre der Ball in dieser Szene im Tor gelandet, wäre an diesem Samstag für Kickers womöglich mehr drin gelegen. Hätte, wäre, wenn. Der Konjunktiv existiert im Fussball bisweilen nicht. Das musste auch Kickers an diesem Samstag erfahren.

Nur zwei Minute später rettete Kokanovic mirakulös, als er sich in einen Ball hineinwarf und der Ball an seinem Körper abprallte. Die Buochser-Spieler kamen in dieser Szene, wie so oft während des gesamten Spiels, zu einfach an den Ball und dadurch gefährlich vor das Tor von Kickers. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass man den Gegner oft mit unsanften Mitteln vom Ball trennen wollte, wie Maurice Maumar, der sich die erste Gelbe Karte des Spiels einhandelte.

Am Ausgangspunkt des 2:0 für Buochs stand wiederum ein Foul, das zu einem Freistoss für Buochs führte. Obschon man über die Stärke von Christophe Lambert als Freistossspezialist im Bilde war, agierte man auch in dieser Szene zu unerfahren und ungestüm. Lambert sagte danke und zirkelte den Ball in die linke obere Torecke.

Nach dem 2:0 schraubte Buochs das Tempo merklich zurück, was auch Kickers entgegenkam. Es passte an diesem Tag aber zum Spiel von Kickers, dass Maurice Maumar in der 29. Minute die zweite Gelbe Karte sah und vom Platz flog. Kickers war zu diesem Zeitpunkt nicht nur 2:0 in Rückstand, sondern schwächte sich selbst, indem man über 60 Minuten mit einem Mann weniger auf einem relativ tiefen und somit kräftezehrenden Rasen gegen eine drohende Schmach ankämpfen musste.

Es gibt viele Anekdoten, die an diesem Samstag stellvertretend für die Kanterniederlage gegen Buochs stehen könnten. Um es jedoch vorweg zu nehmen: Am Ende traf das Heimteam noch weitere drei Male - Lars Unternäherer (2) und Michael Diethelm (1) waren für die Tore bei Buochs besorgt. Trotz 5:0-Niederlage gibt es aber einige Punkte, die positiv herausgestrichen werden müssen. Da war beispielsweise ein aufopfernder Sechser in den Reihen von Kickers, der nicht nur anrannte, sondern versuchte, sich gegen die Niederlage zu stemmen und sich oft in die Offensive einschaltete, obwohl er einer der jüngsten Spieler war, der auf dem Platz stand.

Versinkt man im Fussball in den Untiefen der Tabelle, gesellt sich des Öfteren auch Pech dazu. Nun ist es an der Zeit, dass die harte Arbeit belohnt wird. Und wer weiss, vielleicht wird der Ball von Philippe Fischer in der 5. Minute in naher Zukunft mit etwas mehr Glück im Tor des Gegners landen. Dann sieht das Ganze schon ein bisschen positiver aus. Dazu ist aber jeder im Verein angehalten, dafür zu sorgen, dass die Moral des Teams aufrechterhalten werden kann. Wichtig ist es, die Entwicklung des Teams in dieser Phase konsequent weiter voranzutreiben und jene Punkte zu korrigieren, die am Samstag gegen Buochs den Unterschied ausgemacht haben. Dazu gehört unter anderem ein kultivierter Spielaufbau von Verteidigung bis in den Angriff, sowie genau getretene Flankenbälle in die Box des Gegners. Es stehen Wochen harter Arbeit bevor. Noch bleiben genügend Partien in der Vorrunde, um auf Punktejagd zu gehen. Dafür benötigt es aber ein intaktes Mannschaftsgefüge, das wie bei dem Aufstieg in die 1. Liga, miteinander für dasselbe Ziel kämpft.

 

Aufstellung Kickers: Beganovic Eldin, Kevin Kisungu, Kurmann Dario, Sascha Kokanovic, Kistler Marco ©, Abaidia Yahia, Fischer Philippe, Manuel Maumar Mauricio, Almeida Rodrigues, Jelmini Manuel, Leandro Coelho Nunes

Aufstellung SC Buochs: Blättler Samuel, Nickel Fabian, Guidotti Emanuele, Diethelm Michael, Trajkovik Stefan, Nickel Tobias, Haldi Roger, Lambert Christophe ©, Unternährer Lars, Tanushaj Augustin, Gjidoda Patr

Ersatz: Aneas Barrios Eloy, Callaku Etnik, Daniel Opoku, Granit Palushi, Nils Hermann

Tor: 2. Minute, 1:0 (Patrik Gjidoda, SC Buochs), 25. Minute, 2:0 (Christophe Lambert, SC Buochs), 60. Minute, 3:0 (Lars Unternährer, SC Buochs), 65. Minute, 4:0 (Michael Diethelm, SC Buochs), 90. Minute, 5:0 (Lars Unternährer, SC Buochs)

Bericht: Marjana Ensmenger

erster Vollerfolg

Matchbericht FC Kickers – Zug 94 (0:0) 1:0

Hickhack gegen Zug 04 mit einem glücklichen Todesstoss in der letzten Minute

Die letzten Tage, sie waren nass und regnerisch. Entsprechend tief ist der Rasen auf Tribschen. Die Beine werden mit jeder Minute schwerer. Es ist klar: Wer in diesem Spiel das erste Tor erzielt, gewinnt.

Nach vier Niederlagen in den ersten vier Spielen in der neuen Spielklasse stand Kickers an diesem Samstag gegen Zug 94 unter Zugzwang. Gegen den Zweitletzten war die Devise von Beginn weg klar: Es müssen Punkte her. Bereits nach wenigen Minuten kam Filipe Almeida ein erstes Mal gefährlich über die linke Seite. Die folgende Flanke in Richtung Strafraum misslang jedoch und landete hinter der Torauslinie.

Über das gesamte Spiel betrachtet waren solche Vorstösse auf beiden Seiten des Öfteren zu sehen, aber mit einem ähnlichen Ausgang. Entweder der Ball landete hinter der Torauslinie oder ein gefährlicher Vorstoss wurde zu inkonsequent in die dritte Zone gespielt und landete frühzeitig in den Füssen des Gegners. Für beide Teams war klar, dass an diesem Samstag ein Sechs-Punkte-Spiel über den weiteren Ausgang der Meisterschaft entscheiden würde. Verliert man, ist man gezwungen, sich noch intensiver mit dem Kampf gegen den Abstieg auseinanderzusetzen, gewinnt man, verschafft das ein wenig Luft – zumindest für kurze Zeit.

Die ersten Minuten des Spiels gehörten den Spielern des Heimteams. Philippe Fischer wurde kurz nach Anpfiff von Marco Kistler per Flankenball ideal angespielt, dieser vermochte den Ball aber nicht auf das Tor zu bringen. In der 17. Minute tankte sich Filipe Almeida auf der linken Seite durch und flankte quer durch den ganzen Strafraum auf Leandro Coelho. Der Kopfball landete aber über dem Tor. Es waren zwei gute Chancen, die bei etwas mehr Glück und Toreffizienz für den nötigen Rückhalt hätten sorgen können. Spätestens nach der Chance von Manuel Jelmini in der 20. Minute hätte Kickers gar mit 3:0 führen können. Ein langer Ball wurde in dieser Szene von einem Zuger-Innenverteidiger unterlaufen. Jelmini unterschätzte die Länge des Balles zwar ebenfalls, kam aber Sekunden später gefährlich nahe an den Ball heran. Hätte der Zuger-Torhüter nicht sofort reagiert und das Tor verlassen, wäre hier spätestens das Tor zum 1:0 gefallen. Und so musste man sich als Zuschauer weiter auf das erste Tor in der 1. Liga gedulden.

Über 90 Minuten betrachtet, fand das Spiel vorwiegend im Mittelfeld statt. Und hier war auch das Epizentrum von zahlreichen Ballverlusten. Beide Teams glänzten hie und da wieder von Zuspielen, die im Niemandsland ihr jähes Ende fanden. Diese Zuspiele waren am Ende auch der Ausgangspunkt für gefährliche Torabschlusszenen, die man dem Gegner dadurch eröffnete. Auch die Szene in der 26. Minute liess das Kickers-Herz höher schlagen. Ein Fehler im Aufbauspiel aus der Kickers-Innenverteidigung heraus landete im Mittelfeld bei einem Zuger-Spieler. Dieser spielte den Ball in die Füsse des Stürmers, der gefährlich vor das Kickers-Tor kam, aber ebenfalls scheiterte.

Die grösste Druckphase gehörte der Heimmannschaft in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit. In dieser Periode glänzte die Offensive von Kickers mit zwei guten Abschlusschancen: In der 30. Minute erhielt Jelmini den Ball auf der rechten Seite. Hätte er in dieser Szene den Ball für Coelho zurückgelegt, wäre das Spiel vermutlich etwas ruhiger vonstattengegangen. Aber stattdessen versuchte es Jelmini auf eigene Faust und scheiterte am Zuger-Torhüter. Dieser liess den Ball direkt vor die Füsse von Almeida Abpraller, der aber derart überrascht war, dass er beim versuchten Abschluss das Tor ebenfalls verfehlte. Und so musste Kickers weiter zittern.

Was bis anhin noch fehlte, war nun immer deutlicher spürbar: Emotionen.

In der 37. Minute vollbrachte Kokanovic eine Glanztat, in dem er einen Freistoss mit dem Fuss noch entscheidend in einen Eckball ablenkte. Kurz vor der Pause hätte Kickers definitiv die Opportunität gehabt, den Sack ein wenig enger zu schnüren. Almeida wurde auf der rechten Seite nach einem

schönen Ball in die Spitze durch Jelmini hinter die Abwehr ideal in Szene gesetzt, hätte auf Coelho im Zentrum ablegen müssen, der völlig frei stand, schoss aber ärgerlicherweise selber. Es steht weiter 0:0. Nur wenige Sekunden später erhielt Yahia Abaidia den Ball an der Strafraumgrenze, und brachte den Ball zur Überraschung aller schnell unter Kontrolle. Im Ablauf agierte er aber zu zaghaft, so dass ein Zuger den Ball aus der Gefahrenzone kicken konnte.

Apropos Emotionen: Bis zur Nachspielzeit der zweiten Halbzeit resultierten acht Gelbe Karten. Die Gangart war also hart. So auch kurz vor der Pause, als Leandro Coelho gefoult wurde. Der ausgeführte Freistoss fand zwar den Kopf des Gefoulten, aber wieder landete der Ball neben dem Tor. Also stand es weiter 0:0.

In der zweiten Halbzeit lief bereits die 55. Minute, ehe Coelho einmal mehr hoch angespielt wurde und den Ball mit dem Kopf über das Tor zirkelte. Dann, in der 61. Minute, zeigte Zug, dass auch sie durchaus in der Lage waren, drei Punkte einzufahren. Von rechts geriet der Zuger-Stürmer an den Ball und drisch diesen auf das Gehäuse von Beganovic. Der Ball landete im Tornetz – aber zum Glück für Kickers, nur im Aussennetz. Daraufhin gerieten sich Kickers-Torhüter Beganovic und Zugs Stürmer in die Haare. Aber wieso eigentlich? Beganovic erhielt die Gelbe Karte.

In der 76. Minute musste Kickers erneut das Glück in Anspruch nehmen. Ein Eckball fand den Weg quer durch den Strafraum zu einem Zuger-Spieler. Der Flugkopfball verfehlt das Tor nur um Haaresbreite.

Dann kamen sie: die letzten zehn Minuten. Nach einem taktischen Foul im Mittelfeld führte Zug den Freistoss schnell aus. Kickers lief in einen Konter hinein und wurde in dieser Szene fast schon etwas vorgeführt. Der Abschluss vom Zuger-Stürmer prallte aber an den Pfosten und landete anschliessend im Out. Enormes Glück für Kickers.

Mit der Fortdauer des Spiels schienen sich die Gemüter der Spieler mehr und mehr zu emotionalisieren. So geriet Opoku in der 83. Minute in ein Handgemenge, woraufhin er die Gelbe Karte sah. Und dann zeigte die Uhr die 90. Minute. Sandro Villiger, in der 73. Minute für Manuel Jelmini eingewechselt, erhielt nach einem Doppelpass mit Aneas Barrios Eloy den Ball und lief in Richtung gegnerisches Tor. Dabei umdribbelte er zwei Gegenspieler, weil er nicht konsequent genug angegriffen wurde und schoss mit letzter Kraft flach in die linke untere Torecke. Tor für Kickers! Und am Ende traf es tatsächlich zu. Am Ende hat jenes Team gewonnen, das in der Lage war, ein Tor zu schiessen. Mit ein wenig mehr Fortuna für Kickers.

Aufstellung Kickers: Beganovic Eldin, Kevin Kisungu, Kurmann Dario, Sascha Kokanovic, Kistler Marco, Abaidia Yahia, Fischer Philippe, Manuel Maumar Mauricio, Almeida Rodrigues, Jelmini Manuel, Leandro Coelho Nunes

Aufstellung Zug 94: Bruhnsen Nils, Riedweg Manuel, Latifi Mentor, Ntsika, Peter Nicola, Burkard Ruben, Saliji Valbon, Mehidic Mirzet, Martino Pasquale, Festic Kemil, Pozder Denis

Ersatz: Opoku Daniel, Aneas Barrios Eloy, Callaku Etnik, Brzovic Marko, Grüter Martin

Tor: 91. Sandro Villiger (FC Kickers)

Bericht: Marjana Ensmenger

Vier Spiele Null Punkte

Die 1. Mannschaft ist in der 1. Liga noch nicht richtig angekommen.
Vier Spiele, Null Tore, Null Punkte und 15 Gegentore - so lautet die Bilanz nach vier gespielten Partien in der 1. Liga.

Die Aufstiegseuphorie konnte, eine Liga höher, leider nicht mitgenommen werden.
Obwohl man im ersten Spiel eine ordentliche Leistung zeigte, erwischten die Fanionspieler im nächsten Spiel einen schwarzen Tag.
Bei den weiteren Spielen war man gegen eine gute Teamleistung von Solothurn und Bassecourt ein wenig überforderet.

Nun hofft die 1. Mannschaft auf das erste Tor und die ersten Punkte.
Dies möglich machen können die Jungs am Samstag zu Hause auf Tribschen, wenn der Nachbar aus Zug antritt.

Matchvorschau:

FC Kickers Luzern - Zug 94

Datum: Samstag 02. September
Spielort: Tribschen, Luzern
Spielzeit: 17:15

Wir wünschen dem Team alles gute für die nächsten Spiele und der ganze Verein ist zuversichtlich dass bald die ersten Punkte auf dem Konto landen werden!

Forza Kickers!

Special Olympics Schnuppertraining

Für Kinder und Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung organisiert der FC Kickers Luzern in Kooperation mit Special Olympics Switzerland ein Schnuppertraining.

Ziel ist es, ein regelmässiges Training für Kinder und Jugendlicher mit geistiger Beeinträchtigung aufzubauen.

Flyer Schnuppertraining

110 Jahre FC Kickers Luzern

Jubiläumsanlass «110 JAHRE FC KICKERS LUZERN» mit dem Derby FC Luzern - SC Kriens - DANKE!
 
Am 28. Juni wurde auf Tribschen das 1. Testspiel der Saison 2017/18 des FC Luzern im Rahmen des Jubiläumsanlasses «110 Jahre FC KICKERS LUZERN» erfolgreich durchgeführt. Der Gegner hiess SC Kriens und das interessante Spiel endete unentschieden 3:3 (1:2). Trotz strömenden Regens vor und während des Spiels war die Stimmung bei den ca. 700 Zuschauerinnen und Zuschauer sehr gut. Es war ein beeindruckendes Bild, die fast volle Tribüne zu sehen. Wir würden uns an den Spielen des FC Kickers ähnliche Verhältnisse wünschen. Der Anlass war insbesondere für unsere Junioren ein besonderes Erlebnis, nicht zuletzt weil sie "ihrem" Filip Ugrinic und den anderen FCL-Spielern im Clubrestaurant «Bunker» beim Spaghetti-Essen sowie bei der Autogrammstunde sehr nahe sein durften.
 
Der FC KICKERS LUZERN möchte an dieser Stelle allen Matchpatronatsfirmen und Matchballspendern herzlich für die Unterstützung danken. Ein grosses Dankeschön geht an Juliane und Raphael Bachmann für die riesige Überraschungstorte mit den feinen Cupcakes - ein Highlight des Anlasses. Besonders gefreut hat uns auch die Präsenz des Präsidenten des Innerschweizer Fussballverbandes, Urs Dickerhof, der zusammen mit dem Sportchef des SC Kriens, Bruno Galliker und unserem Präsidenten, vor dem Anpfiff des Spiels die Geburtstagstorte symbolisch anschnitten. Ein Dank gilt auch all jenen Vorstandsmitgliedern, die in den vergangenen Wochen einen Zusatzaufwand nicht gescheut haben, den Chef des OK, Roger Wicki, unterstützt und zum Gelingen des Anlasses beigetragen haben. Mit Dominik Stalder vom Spar Geissenstein stand uns zudem ein Logistikprofi zur Seite und am Anlass waren 40 Helfer während mehrerer Stunden im Einsatz! Allen Beteiligten ein grosses Dankeschön. Wir freuen uns auf den nächsten Anlass auf Tribschen - in unserem einmalig schönen Stadion.
 
 

Matchblatt

Artikel NLZ 28.6.17

Patronate und Sponsoren

 

110  Jahre FC Kickers Luzern
110 Jahre FC Kickers Luzern
FC Luzern - SC Kriens
Zuschauer

Aufstiegsfeier

Es wurde gefeiert auf Tribschen!

Ein souveräner Heimsieg 3:0 gegen Ibach im letzten Meisterschaftsspiel zu Hause.

Hier gibt es noch Video mit den Toren und der Aufstiegsfeier:

Aufstiegsfeier

Cupsieg bei den E Junioren

Die Ea-Junioren, von Emanuel Willi, gewinnen verdient mit 6:3 gegen die Heimmannschaft aus Rothenburg.
In der ersten Halbzeit machten die Tribschen-Boys mächtig Druck auf das gegnerische Tor und konnten so verdient mit 5:2 in die Pause gehen.

Nach der Pause haben sich die tapfer kämpfenden Rothenburger nochmals aufgerappelt und alles nach vorne geworfen.
Ausser einem Treffer war leider nicht mehr drin und so verflogen die Träume vom Cupsieg zu Hause auf einmal ganz schnell.

 

Herzlichen Glückwunsch den Ea Junioren für diese tolle Cup Saison!
Ein ganz verdienter Sieg einer Mannschaft, die immer gekämpft hat und schönen Fussball gezeigt hat.

 

Forza Kickers!

Aufstiegsparty im Tessin

Matchbericht FC Lugano U 21 – FC Kickers (0:0) 0:1

Aufstiegsparty im Tessin

Der Anpfiff verzögert sich in Lugano. Das Tor steht nicht mehr da, wie es eigentlich hätte dastehen sollen. Grund dafür ist der Kickers-Torhüter Eldin Beganovic: Er hat das Tor kurzzeitig ausser Gefecht gesetzt.

Was gibt es über das Spiel gegen die U 21 von Lugano zu sagen? Was könnte mehr interessieren, als die letzten 15 Minuten, in welchen Kickers zuerst eine Gelb-Rote Karte kassierte, in der letzten Spielminute einen Ball von der Linie kratze, und am Ende doch im Siegestaumel vom Platz schritt. Eloy Barrios hatte Kickers trotz Unterzahl in den letzten Minuten des Spiels mit 1:0 in Führung gebracht. Sein Tor machte den Weg frei für den Aufstieg in die 1. Liga, weil Zofingen gegen Hergiswil am Ende mit 1:2 verlor.

Bereits zu Beginn des Spiels war bemerkbar, dass es für Lugano um Nichts mehr ging in der laufenden Meisterschaft. Kickers aber musste die drei Punkte unbedingt für den Aufstieg holen, wollte man eine Woche später im Spiel gegen Ibach nicht erneut alles in die Waagschale werfen. Die Motivation von Kickers zeigte sich dann auch vor dem Spiel in der Person des Torhüters Eldin Beganovic, der das Torgehäuse testete. Seinen Motivationssprüngen hielt das Tor vorerst nicht stand. Jener Spieler war es später auch, der Kickers während des Spiels und vor allem in den ersten Minuten einige Male vor einem frühen Rückstand bewahrte.

Fehlpässe, nicht vollständig zu Ende geführte Zweikämpfe, ein ungenügendes Abwehrverhalten, das zu Torchancen führte – sie waren vor allem dem Umstand der enormen Hitze im Tessin geschuldet, aber auch der fast schon greifbaren Nervosität der Spieler. Zwar zeigte sich bereits früh im Spiel, dass man gewillt war, die drei Punkte einzufahren, am Ende haperte es aber oft an der Umsetzung. In den ersten Minuten des Spiels waren es gar die Luganesi, die mehrere Male knapp scheiterten.

Zu den vielen Fehlern im Spielaufbau hinzu gesellte sich auch die Unzufriedenheit der Spieler, was sich anhand der Reklamationen und Karten widerspiegelte. In Anbetracht der Tatsache, die nächste Saison in der 1. Liga zu bestreiten, muss sich wohl der eine oder andere Spieler in der nächsten Spielzeit besser unter Kontrolle haben. Entscheide des Schiedsrichters hin oder her.

Es musste bereits die 13. Minute anlaufen, ehe Kickers zu einer ersten nennenswerten Torchance kam. Leandro Nunes und Marco Kistler glänzten dabei mit einer schnell ausgeführten Ballstafette, die von Kistler mit einem Schuss auf das Tor ihr Ende fand. Kistlers Schuss verfehlte das Ziel knapp.

Dass sich Kickers immer wieder selbst in Gefahr brachte, zeigte sich in der 25. Minute, als sich Luca Glatt aus der Verteidigung löste, sich in die Offensive einschaltete, den Ball aber fast schon fahrlässig an einen Lugano-Spieler verlor. Im Gegenzug eröffnete er dadurch eine Konterchance für Lugano, die nur mittels taktischem Foul von Marko Brzovic unterbunden werden konnte. Korrekterweise sah dieser die gelbe Karte. Luca Glatt war es, der in der 30. Minute erneut in Erscheinung trat, als er einen Ball aus der Abschlusszone befreite und sich dabei verletzte. Er musste nach der Pause von Kevin Kisungu ersetzt werden.

Vor der Pause kam Kickers noch zu zwei weiteren Torchancen. Einmal spielte Kickers das Glück regelrecht in die Füsse, als der Ball nach einem Abpraller bei Mateo Peric landete. Dieser leitete den Ball weiter zu Leandro Nunes, der den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte. Sichtlich geschafft und mit Schweiss durchtränkt, trat man dann endlich den Weg in die Kabinen an.

Nach der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild wie schon zu Beginn der Partie. Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff musste Eldin Beganovic nach einem ungenauen Rückpass eines Aussenverteidigers in letzter Instanz in den Einwurf klären. Wenige Minuten später, in der 55. Minute hielt man als Zuschauer wieder den Atem an, als Beganovic den Ball nach einem Freistoss mit den Fäusten befreite und dabei mit dem Kopf in den Pfosten knallte. Und vielleicht musste dieser in den

Pfosten knallen, damit die Spieler am Ende wach gerüttelt wurden und wussten, wo sie sich an diesem Nachmittag befanden. Denn das Spiel wurde nach Beganovics Reencontre mit dem Pfosten gefährlicher und auch aggressiver. Kickers erarbeitete sich nach der Einwechslung von Sandro Villiger, der für Mateo Peric kam, ein deutliches Chancenplus.

Villiger war es denn auch, der in der 68. Minute nach einem schönen seitlichen Volley knapp am Tor vorbeischoss. Fortan bemühten sich die Spieler mehr darum, ein Tor zu schiessen. Es war klar, dass jene Mannschaft, der zuerst ein Treffer gelingen würde, als Sieger vom Platz schreiten wird. Zuerst fasste sich Maurice Maumar (Moe) ein Herz; sein Gewaltschuss wurde jedoch blockiert, anschliessen scheiterte Yahia Abaidia nach einem schön getretenen Freistoss; er setzte den Ball knapp über das Tor.

Und dann kam sie. Die «Kickers-Viertelstunde». Die Ereignisse begannen sich zu überschlagen. Zuerst erhielt Maurice Maumar nach einem Tackling die zweite Gelbe Karte des Spiels. Platzverweis. Kurze Zeit später machte die Nachricht auf der Zuschauertribüne die Runde, dass Zofingen 1:2 gegen Hergiswil verloren hatte, noch bevor der Staff auf dem Feld informiert davon in Kenntnis gesetzt worden war. Zu diesem Zeitpunkt hätte Kickers faktisch mit einem Fuss in der 1. Liga gestanden. Und dann kam sie schliesslich: die 89. Minute. Die Nachricht der Niederlage von Zofingen hatte in der Zwischenzeit auch die Trainerbank erreicht – man durfte sich aber nichts anmerken lassen, weil die Spieler dann vermutlich noch nervöser geworden wären. Wie genau der Ball dann in die Mitte zu Eloy Barrios gekommen ist, der den Ball anschliessend ruhig und überlegt ins Tor schoss, kann ich an dieser Stelle leider auch nicht mehr genau sagen, weil ich keine Zeit mehr hatte in mein Notizbüchlein zu kritzeln. Und um ganz ehrlich zu sein, wer interessiert das am Ende noch?

Eine Glanztat vollbrachte nur wenige Sekunden später Leandro Nunes, in dem er in letzter Sekunde einen Heber eines Lugano-Spielers über alle Köpfe vor der Linie per Kopfball in einen Eckball klären konnte. Und dann waren sie vorbei. Die nervenauftreibenden Minuten. Kickers steigt in die 1. Liga auf. Und das ist doch alles, was momentan zählt.

Aufstellung: Beganovic Eldin, Presas Abreu Joao Ricardo, Luca Glatt, Kokanovic Sascha, Vono Vincenzo, Abaidia Yahia, Kistler Marco, Brzovic Marko, Manuel Maumar Mauricio, Peric Mateo, Nunes Coelho Leandro Tiago, Rodrigues

Ersatz: Opoku Daniel, Quinido Luc, Grüter Martin, Vono Vincenzo, Barrios Aneas Eloy, Kisungu Kevin, Fischer Philippe

Tor: 89. Eloy Barrios (FC Kickers)

Bericht: Marjana Ensmenger

zweifacher Aufstieg!

Am Samstag Abend gab es auf Tribschen einiges zu feiern!

Die 1. Mannschaft wie auch die 2. Mannschaft spielen nächstes Jahr jeweils eine Liga höher.
'sEis' gewinnt auswärts mit 1:0 gegen Lugano U21 und steigt damit 1 Runde vor Schluss (48 Punkte) vor Verfolger Zofingen (43 Punkte), in die 1. Liga auf.

Die 2. Mannschaft gewinnt gegen den Engelberger SC mit 10:2 und steigt als bester Gruppenzweiter in die 4. Liga auf.

Ein Triumphaler gab es auf Tribschen. Während die 2. Mannschaft schon in Feierlaune war, wartete man gespannt auf die 1. Mannschaft und danach fing die Party auf Tribschen erst richtig an....

 

Gratulation allen Beteiligten zum Aufstieg!


Forza Kickers!

Veni, vidi, vici – Kickers kam, sah und siegte

Matchbericht FC Kickers - AC Taverne 27.05.2017  (1:0) 3:0

Veni, vidi, vici – Kickers kam, sah und siegte 

Ja, sie glänzt die Haut. Als wäre man gerade eben erst aus der Dusche gestiegen. Schweiss rinnt die Stirn hinunter. Das T-Shirt klebt auf der Haut. Der Hals ist trocken, man streckt die Arme aus und winkt nach einer Trinkflasche. Wasser. Viel Wasser. Bitte! 

Sie waren unangenehm, diese Temperaturen und die Tessiner. Wie immer, wenn sie in die Innerschweiz reisen, aber an diesem Samstag gab es für Sie auf Tribschen nichts zu holen. Komisch, denn im Tessin ist man sich die hohen Temperaturen mehr gewohnt als in Luzern. 

In den ersten Minuten des Spiels tastete man sich gegenseitig ab. Kickers versuchte jedoch ein frühes Pressing gut zwanzig Meter vor der Mittellinie aufzuziehen und die Spieler von Taverne dadurch an einem geordneten Spielaufbau zu hindern. Besonders die linke Seite von Kickers arbeitete zu diesem Zeitpunkt äusserst konsequent, wodurch der eine oder andere Ball von einem Tessiner an einen Kickers-Spieler verloren ging. Es waren bissige und zähe Minuten zu Beginn des Spiels. Bissig präsentierten sich auch die Spieler von Kickers, was sich anhand der geführten Zweikämpfe zeigte. Viele fanden erst ein Ende, nachdem der Schiedsrichter auf Foul entschieden hatte. 

Nach zehn Minuten kam auch der AC Taverne zunehmend besser ins Spiel. Ähnliche wie Kickers zu Beginn der Partie begann man die Heimmannschaft zunehmend zu belagern und ein hohes Pressing aufzuziehen. Es war augenscheinlich, dass dieses Pressing der Heimmannschaft nicht entgegenkam und man vermehrt Ballverluste in der Vorwärtsbewegung beklagte. Auch die erste vielversprechende Chance liess lange auf sich warten, bis zur 13. Minute, als Filipe Rodrigues von einem direkten Zuspiel profitierte und auf Mateo Peric auflegte. Eben dieser vermochte die Grosschance aber nicht zu nutzen, und legte sich den Ball zu weit vor. Kurze Zeit später schepperte es an der Torquerlatte von Taverne. Und nun begannen sich die Chancen für Kickers zu häufen. Am Ursprung standen immer wieder schnelle, steile Zuspiele auf Leandro Tiago. Daneben liessen auch Maurice Maumar und Yahia Abaidia die Torgefahr von Kickers aufblitzen. Unglücklich agierte man in der 24. Minute, als Leandro Tiago ein weiteres Mal den Ball für Maurice Maumar auflegte, dieser aber am eigenen Mitspieler scheiterte, der sich beim Abschluss unglücklich dazwischenstellte. 

Für Torgefahr der Gastmannschaft sorgten, über das gesamte Spiel betrachtet, vor allem Standardsituationen. Zu oft scheiterte das Gastteam an einem Körperteil eines Spielers in den Reihen von Kickers, der sich in letzter Sekunde in den Ball werfen und somit die Aktion unterbinden konnte. Obwohl schöne Kombinationen und Ballstafetten auch auf Seiten der Tessiner beobachtet werden konnten, zu verspielt traten sie am Ende auf, um tatsächlich für Torgefahr zu sorgen. 

Dass die Emotionen nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben zu überhitzen drohten – nicht nur aufgrund der Temperaturen - zeigte sich kurz vor der Pause. Als es vor der Kickers-Spielerbank zu mehreren intensiv geführten Diskussionen zwischen Spielern, Trainern und Schiedsrichtern kam. Kurze Verschnaufpause bitte. Und dann war es wiederum eines dieser steilen Zuspiele in die Spitze von Kickers, das ein erstes Ausrufezeichen hinter den Aufstiegskampf zu setzten vermochte. Leandro Tiago wurde mustergültig von Mateo Peric bedient, blickte auf und schloss mit einem satten flachen Schuss ab: 1:0 für Kickers. 

Dieses Tor zum 1:0 schien Kickers für die zweite Halbzeit beflügelt zu haben. Man gestand dem Gegner weniger Raum zu und rückte ihm sprichwörtlich auf die Füsse. Dass die Konzentration bei 30°C kurzzeitig auch für einmal abhanden ging, zeigte sich in der 54. Minute, als Marko Brzovic ein unglücklicher Rückpass auf den Kickers-Torhüter Eldin Beganovic unterlief. Dass Beganovic aber auf dem Posten war, zeigte er, in dem er wie eine Gazelle aus dem Tor sprintet und den Ball auf die Tribüne drosch. Es waren Sekunden, die der Heimmannschaft eine kurze Verschnaufpause gewährten. Beganovic sollte die gleiche Aktion bis zur 90 Minute noch weitere drei Male wiederholen. Nur drei Minuten später war es wiederum Eldin Beganovic, der im Mittelpunkt des Geschehens stand. Nach einem Eckstoss für Taverne faustete er den Ball weg, dabei traf er noch einen Teil des Gesichts eines Tessiners. Dieser musste in den Minuten danach kurz gepflegt werden, konnte aber weiterspielen. 

Wer das Play-Station-Game Fifa kennt, sah sich in der 58. in dieses Spiel hineinversetzt. Ungläubig langte man sich an den Kopf. Zuerst war es Yahia Abadia, der abzog und am Pfosten scheiterte, der Nachschuss landete vor den Füssen von Maurice Maumar, der ebenfalls zum Schuss ansetzte, und den Pfosten auf der anderen Seite traf. Wie in einem Flipperkasten sprang der Ball von einer Metallumrandung zur nächsten. Und dann kam er: Filipe Rodrigues. Es war fast schon frech, wie er diesen Ball aus gut 20 Metern ins obere linke „Ängali“ der Tessiner schmetterte. Und es war tatsächlich ein Schmettern. Kein Schuss. Nein, ein Geschoss. Es wäre durchaus spannend gewesen, hätte man die Geschwindigkeit des Geschosses gemessen. Rodrigues war bis zu diesem Zeitpunkt immer wieder durch schnelle Angriffe über die rechte oder linke Seite positiv in Erscheinung getreten. 

In der 61. Minute eröffnete sich Kickers wiederum eine Grosschance. Nach einem Doppelpass mit Maurice Maumar stand Marco Brzovic alleine vor dem Tor von Taverne. Behielt aber keine Nerven und schoss rechts am Pfosten vorbei. Es wäre wohl das definitive Ende für die Tessiner gewesen- angesichts der hohen Temperaturen und dem 2:0-Torerückstand. 

In der Folge brachte sich Kickers selbst in Gefahr, als eine weitere Standardsituation in Form eines Eckballs fast für den 1:2-Anschlusstreffer gesorgt hätte. Beganovic klärte aber im ersten Moment mirakulös, postwendend kam der Ball aber zurück und konnte nur noch kurz vor der Linie von Sascha Kokanovic weggeschlagen werden. In dieser Phase des Spiels zeigte sich, dass die Kräfte und Konzentration langsam schwanden. Aber längst nicht bei allen. Der Torschütze zum 2:0 war es, der ein weiteres Mal auf sich aufmerksam machte und den Ball mit viel Gefühl zur Mitte brachte, wo Leandro Tiago an den Ball kam, diesen aber zu wenig placiert in die Mitte des Tores köpfelte und dadurch am Torhüter scheiterte. Eben jener Spieler war es, der den Ball kurze Zeit später mit viel Gefühl auf den Aussenverteidiger Marco Kistler spielte. Dieser liess sich nicht zwei Mal bitten und nahm den Ball volley ab und setzte das letzte Ausrufezeichen an diesem heissen Samstag Nachmitttag: 3:0 für Kickers. 

Die Verzweiflung über den Ausgang des Spiels zeigte sich am Ende bei den Tessinern dadurch, dass man mehrere Versuche unternahm, den Ball aus weiter Distanz doch noch im Tor unterzubringen. Ohne Erfolg. Mit dem Sieg gegen Taverne übernahm Kickers die Tabellenspitze. Das erste Mal steht man in dieser Saison ganz oben. Es bleibt zu hoffen, dass dies bis am Ende der Saison so bleiben wird. 


Aufstellung: Beganovic Eldin, Presas Abreu Joao Ricardo, Luca Glatt, Kokanovic Sascha, Kistler Marco, Abaidia Yahia, Brzovic Marko, Manuel Maumar Mauricio, Peric Mateo, Nunes Coelho Leandro Tiago, Rodrigues Almeida Filipe 

Ersatz: Opoku Daniel, Quinido Luc, Grüter Martin, Vono Vincenzo, Barrios Aneas Eloy, Kisungu Kevin, Fischer Philippe

Tore : 44. Leandro Tiago Nunes (FC Kickers), 58. Filipe Rodrigues (FC Kickers), 87. Marco Kistler (FC Kickers)

Bericht: Marjana Ensmenger

 

Hier gibt es noch Video mit den Toren zum Spiel:

Tore zum Spiel

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