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weitere 3 Punkte gegen Hergiswil

Matchbericht FC Kickers – FC Hergiswil 13.05.2017 4:2 (2:1)  

Einwurf, der Gegner verlängert auf Sandro Villiger und schon führt Kickers mit 1:0. Und das in der 4. Minute, und notabene im Derby gegen den FC Hergiswil.  

Summa summarum reichen manchmal zwanzig gute und konzentrierte Minuten, damit ein Spiel in die richtige Richtung gelenkt werden kann. Wenn dies gerade im Derby gegen den FC Hergiswil klappt, ist dies umso erfreulicher. Obwohl man am Ende gar noch um den Sieg zittern musste.  

Es schien, als würde an diesem Samstag alles für den FC Kickers laufen. Ein langer Einwurf von Joao Ricardo (Rika) landete via Gegenspieler vor den Füssen von Sandro Villiger, dieser schoss und obwohl der Hergiswil-Goalie in dieser Szene noch an den Ball kam, reichte die Abwehrbemühung nicht aus, den Ball am Tor vorbei zu lenken. Kickers führte bereits 1:0. Zwei Zeigerumdrehungen später zeigte sich ein ähnliches Bild. Wieder war es ein langer Einwurf, der für Gefahr im Strafraum von Hergiswil sorgte. Diesmal kam Leandro Tiago an den Ball, setzte sich gegen seinen Gegenspieler an der Tor-Auslinie durch und brachte den Ball in die Mitte, wo er von Manuel Maricio (Moe) nur noch mit dem Innenrist ins Tor geschoben werden musste: 2:0 für Kickers und irgendwie taten einem die Hergiswiler zu diesem Zeitpunkt fast schon Leid. Sie wurden in den ersten Minuten regelrecht vom Kickers-Express überfahren.  

Nur drei Minuten später hätte Kickers gar die Chance zur 3:0-Führung gehabt, hätte Leandro Tiago, dieses Mal von der linken Seite gefahrbringend, den Ball wie in der ersten Szene für einen Mitspieler auflegen können. Doch diesmal reagierte man in der Hergiswiler-Hintermannschaft konsequenter und mit etwas Glück, so dass der Ball den Weg Richtung Penaltypunkt nicht erreichte und stattdessen am Bein eines Hergiswilers abprallte und zurück ins Feld zu einem Hergiswil-Spieler rollte. Das 3:0 für Kickers hätte wohl die vorzeitige Entscheidung des Spiels bedeutet.  

Und so entwickelte sich das Spiel mit Ablauf der Spielzeit immer mehr zu einem Derby, welches viel hielt, was Derbys normalerweise auch versprechen. Nur wenige Minuten nach dem gescheiterten Versuch zur 3:0-Führung tauchte Hergiswil gefährlich im Strafraum von Kickers auf. Der Ball wurde aber in letzter Sekunde aus der Gefahrenzone geschlagen. In der 16. Minute agierte man weniger glücklich. Kickers brachte den Ball nicht aus der eigenen Box und kassierte, nicht unverdient für Hergiswil, den Anschlusstreffer. In dieser Szene liess nicht nur die Kommunikation zwischen den Spielern, sondern auch die zu wenig aggressiv vollzogenen Klärungsversuche zu wünschen übrig. Während des Spiels liessen die Kickers-Spieler ihre Anspannung und Nervosität durchsickern, wodurch der Gegner Aufwind erhielt. Mittels Kampfgeiste kam Hergiswil nicht nur besser ins Spiel, sondern demonstrierte auch, weshalb man sich in den letzten Spielen vom Tabellenende absetzen konnte. Die Härte in den Zweikämpfen nahm zu, oft liess man ein Bein „versehentlich“ stehen oder manchmal lupfte man das Bein gar derart hoch, dass es den Kopf des Gegenspielers traf. Ja, man schenkte sich in diesem Derby-Spiel nichts, gar nichts.  

Vermutlich waren die Spieler beider Teams am Ende der ersten Halbzeit froh darüber, heil in den Kabinen Platz zu nehmen, um dort die erlittenen Blessuren zu pflegen. Nach dem Pfiff zur zweiten Halbzeit zeigte sich der FC Kickers ähnlich dominant in seinem Auftritt, wie zu Beginn der ersten. Zwei früh erzielte Tore in der ersten Halbzeit setzten den Grundstein für den Sieg gegen den FC Hergiswil. Und obwohl genau dies in der zweiten Halbzeit ebenfalls wünschenswert gewesen wäre, glaubte wohl niemand daran, dass Kickers wie in der ersten Halbzeit, innerhalb von nur 12 Minuten alles klarmachen würde. Am Ursprung des 3:1 stand Kickers-Aussenverteidiger Marco Kistler. Ein scharf getretener Freistoss in den Strafraum von Hergiswil fand mustergültig den Kopf von Leandro Tiago und dieser köpfelte den Ball mit viel Gefühl und wuchtig ins hohe linke Eck – unhaltbar und eine Augenweide. Nur wenig später legte sich erneut Kistler den Ball zurecht, wieder landete der Ball gefährlich in der Mitte, wo Ricardo Joao auf Maurice Mauricio verlängerte, den Ball aber zu wenig placiert traf, wodurch Hergiswils-Torhüter den Ball im letzten Moment um den Pfosten lenken konnte.  

Noch immer mit dem Ziel vor Augen, das 4:1 zu erzielen, setzte sich Rodrigues Filipe in der 57. Minute auf der rechten Seite durch, behauptete sich gegen zwei Gegenspieler und konnte nur mit einem Trikot-Zieher gestoppt werden - Elfmeter für Kickers. Sascha Kokanovic lief an und versenkte den Ball placiert und scharf getreten in der linken unteren Ecke.  

Und dann geschieht, was sich bereits seit Beginn der Partie abzeichnete, Petrus öffnete seine Luken und es begann zu stürmen. Dies kam Kickers jedoch sichtlich entgegen. Vor allem nach der Pause zeigte sich die Heim-Mannschaft organisierter, ruhiger am Ball und konzentrierten in den Zweikämpfen. Vor allem die Zweikampfbilanz liess darauf schliessen, dass Kickers die 4:1-Führung nicht mehr aus den Händen geben wird. Nicht viel deutete zu diesem Zeitpunkt darauf hin, dass Hergiswil noch einmal gefährlich für Kickers werden könnte. Bis zur 75. Minute, als ein Freistoss für die Gäste resultierte. Florian Eberhard nahm Mass und knallte den Ball in die rechte obere Ecke. Ein wunderschöner Treffer für die Gäste. Dem Kickers-Torhüter Eldin Beganovic blieb in dieser Situation keine Abwehrchance. Nur vier Minuten später stand Beganovic erneut im Mittelpunkt, als er von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde und in der Manier eines Handball-Torhüters sein Kasten rein hielt. Die Parade war nicht nur Weltklasse, sondern auch von evidenter Bedeutung für sein Team. Mit dem Tor zum 3:4 hätte Hergiswil wohl wieder mehr Aufwind erhalten und Kickers in den letzten Minuten erneut zittern lassen.  

In den Schlussminuten erarbeitete sich der FC Hergiswil durchaus Chancen, so kamen Florian Eberhard und Livio Kauer in der 85. und 87. Minute zu guten Tormöglichkeiten. Allesamt blieben sie am Ende ungenutzt. Aber auch der FC Kickers bekundete in den letzten Minuten Pech, als Sandro Villiger im Strafraum von Hergiswil ganz klar zu Fall gebracht wurde, der Schiedsrichter aber überraschend auf Freistoss nahe an der Strafraumgrenze entschied. Eigentlich hätte man hier auf Penalty entscheiden müssen. Am Ende der Partie zeigte sie Resultatanzeige 4:2 für das Heimteam. Angesichts der Leistung der ersten zehn Minuten der ersten und zweiten Halbzeit rettete sich Kickers die drei Punkte im Derby gegen Hergiswil, und dies wohl nicht unverdient.  

Aufstellung: Beganovic Eldin, Presas Abreu Joao Ricardo, Luca Glatt, Kokanovic Sascha, Kistler Marco, Abaidia Yahia, Brzovic Marko, Manuel Maumar Mauricio, Villiger Sandro, Nunes Coelho Leandro Tiago, Rodrigues Almeida Filipe  

Ersatz: Opoku Daniel, Hermann Nils, Fischer Philippe, Peric Mateo, Vono Vincenzo, Barrios Aneas Eloy, Kameraj Arbenit 

Trainer : Pour Hayavi Zaseh Faras (T), Teixeira Marco (AT)   

Tore : 4. Sandro Villiger (FC Kickers), 6. Manuel Maumar Mauricio (FC Kickers), 16. Silvan Sager (FC Hergiswil), 75. Florian Eberhard (FC Hergiswil), 47. Leandro Nunes Coelho Tiago (FC Kickers), 57. Sascha Kokanovic  

Bericht: Marjana Ensmenger

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