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Es fehlt nicht viel zum Sieg – nur das Quäntchen Glück

Matchbericht FC Schötz – FC Kickers Luzern (1:0) 2:0  

Es fehlt nicht viel zum Sieg – nur das Quäntchen Glück 

Die Kickers holen auch gegen die Schötzer keine Punkte im Abstiegskampf – wiederum wäre mehr drin gelegen. Die gezeigte Leistung darf aber hinsichtlich direkter Abstiegsduelle gegen Bassecourt, Langenthal und Sursee positiv stimmen. Diese rücken langsam näher.

Hätte ein neutraler Zuschauer, der von Fussball wenig versteht, das Spiel von den Luzerner gegen die Schötzer von der Zuschauertribüne aus gesehen, wäre sein Fazit womöglich so ausgefallen: Die Kickers haben in allen Belangen überzeugt. Nur: Am Ende fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. 

Die Kickers zeigten sich im Vergleich zum Spiel gegen Buochs auf fünf Positionen verändert. Und diese Änderungen in der Aufstellung zeigten von der ersten Minute an Wirkung. Zuerst war es Leonardo Würmli, der in der zweiten Minute gefährlich in Szene gesetzt wurde. Anschliessend spielte Marko Brzovic einen Ball in die Schnittstelle auf Eloy Barrios, der sofort den Abschluss suchte. Dem Schötzer-Torhüter Dominic Stadelmann war es in dieser Szene zu verdanken, dass die Kickers nicht bereits in der sechsten Minute 1:0 führten. 

Erst in der achten Minuten kam Schötz das erste Mal gefährlicher über die Mittellinie. In der Folge wurde ein langer Pass auf die rechte Seite zwischen die beiden Verteidiger gespielt. Die Kickers-Verteidiger spekulierten in dieser Szene auf Offside, allerdings blieb der Pfiff des Schiedsrichters stumm – wie so oft in diesem Spiel. Yahia Abaidia opferte sich in dieser Szene, sprang in den Ball und wehrte den Schussversuch ab. Es schien, als hätte Kickers etwas von dem Vorrundenspiel gelernt; dort kassierte man noch zwei Tore aus der zweiten Reihe. 

Nur drei Minuten später, in der elften Minute, setzte erneut Würmli Barrios in Szene. Wieder tauchte Barrios gefährlich vor Stadelmann auf. Auch in dieser Szene behielt der Torhüter das bessere Ende für sich – er wehrte den Ball mit dem Fuss ab. 

Dass Schötz nicht die lauffreudigste Mannschaft der Liga ist, wusste man in den Reihen von Kickers. Gefährlich wurde es aber Mal für Mal über die linke Seite. Dort liess man dem Gegner deutlich zu viel Raum. Einer dieser Vorstösse mündete in der 18. Minute zu einem Tor für Schötz, das aber wegen Offsides aberkannt wurde – so stand es weiterhin 0:0. Anders als noch in der Vorrunde zeigte sich Kickers nicht nur geduldiger, sondern auch physisch präsent. Würmli, Abaidia und Brzovic erkämpften sich während des Spiels einige Male Bälle, mit denen Konter eingeleitet wurden. Allerdings fehlte es Kickers teilweise an „Kreativität“ – man könnte auch sagen, die Kickers waren zu anständig – und so suchte man nicht zwingend den direkten Weg zum Tor, sondern des Öfteren den Weg nach aussen. 

Quasi aus dem Nichts resultierte in der 38. Minute ein Angriff ausgehend vom Zentrum. Es war eine selten gesehene Szene während des Spiels, den ballführenden Spieler in dieser Szene laufen zu lassen. So hatte der Schötzer-Spielmacher gar noch die Zeit, sich den Ball auf den starken Fuss vorzulegen und draufzuschiessen. Perfekt getroffen landete der Ball in der linken halbhohen Ecke unhaltbar für Kickers-Torhüter Eldin Beganovic im Tor. Anders als noch in der Vorrunde liess man den Kopf aber nicht hängen, spielte munter weiter und kam in der 43. Minute fast zum 1:1. 

Abaidia spielte einen langen hohen Ball von halblinks auf Sandro Villiger in der Mitte, der den Ball auf das Tor bzw. an die Latte knallte. Wiederum bewies Stadelmann beste Torhüter-Reflexe – Villiger wäre aber Offside gestanden. Einen ähnlichen Angriff leitete Teixeira in der 45. Minute ein. Wieder war es ein Flankenball in den Strafraum, der für Gefahr sorgte. Es kam zur Rudelbildung, Verwirrung und am Ende landet der Ball am Pfosten. Mit Mühe befreien die Schötzer den Ball aus der Gefahrenzone in den Eckball. Von dort aus landet der Ball nach einem weiteren Abwehrversuch wiederum vor den Füssen eines Kickers-Spielers – Abaidia schoss den Ball knapp am Tor vorbei. 

 

In der zweiten Halbzeit starteten beide Teams verhalten. Gefährlich wurde es vor Beganovic erst in der 57. Minute, als ein Schötzer-Angriff über rechts vorgetragen und es anschliessend in der Mitte zu einem Spieler-Aufmarsch kam. 

Dass Kickers den direkten Weg zum Tor nicht genügend konsequent spielte, zeigte die Szene in der 58. Minute. Yahia Abaidia eroberte im Zentrum den Ball, nimmt Tempo auf und spielt den Ball wenige Meter vor dem Sechzehner auf den eingewechselten Manuel Jelmini. Besser wäre es hier gewesen, Mut zu fassen und aus 15 Metern abzuschliessen. Der angespielte Jelmini flankte in dieser Szene den Ball zu stark in die Mitte, wo ein Schötzer den Ball erlaufen konnte. 

Während des gesamten Spiels brillierten beide Teams mit zahlreichen Offsides. Einer dieser Angriffe, der als Offside abgestempelt wurde, hätte womöglich den Ausgleich für Kickers bedeutet. Manuel Jelmini lief seinem direkten Gegenspieler hinter dem Rücken weg, erhielt den Ball in die Gasse und lief Richtung Tor. Aber auch hier pfiff der Schiedsrichter auf Offside. 

Immer wieder setzte sich Brzovic im Zentrum durch und lancierte seine Mitspieler. Auch in der 70. Minute erkämpfte sich Brzovic im Zentrum den Ball und spielte diesen auf Sandro Villiger. Dieser schoss den Ball aber aus durchaus vielversprechender Position über das Tor. Zu diesem Zeitpunkt des Spiels merkte man, dass das Spiel auf beide Seiten kippen konnte. 

Und so kam es, dass in der 78. Minute ein selten gesehener Angriff der Schötzer über rechts zum 2:0 führte. Die Kickers hätten in dieser Szene, ähnlich wie beim 1:0, aggressiver agieren müssen. Stattdessen schaut man dem Schötzer aber zu und liess diesen schalten und walten, wie es ihm gefiel. Zwar wurde der Schötzer Mittelfeldspieler nach aussen abgedrängt, nur ging bei dieser Szene die Organisation in der Kickers-Hintermannschaft verloren, so dass sich der Stürmer freilaufen und den Ball noch der flachen Hereingabe nur noch einschieben musste. 

Die Kickers, hatten bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nur die besseren, sondern auch mehr Torchancen gehabt. Allerdings kam das 2:0 einem Todesstoss gleich. Zwar versuchte Kickers auch in den letzten Minuten des Spiels den Anschlusstreffer zu erzielen, wieder und wieder suchte man aber zu wenig den Weg in Richtung Box, dort wo es für den Gegner gefährlich wird. Stattdessen machte man es den Schötzern mit hohen Bällen einfach, die Bälle herunter zu pflücken und wegzuschlagen. 

Trotz 2:0-Niederlage haben sich die Kickers von Spiel zu Spiel gesteigert. Nun folgen drei Wochen der Offenbarung: Es stehen die Duelle mit den direkten Abstiegskonkurrenten an. Es gilt, die Niederlage so schnell wie möglich zu verdauen, positive Emotionen aus den Spielen gegen den SC Kriens (3:3) und dem FC Schötz mitzunehmen und das nötige „Gras zu fressen“ – viel Gras. 

Tore: 39. Minute 1:0 Manuel Zobrist (FC Schötz), 79. Minute 2:0 Labinot Aziri (FC Schötz) 

Aufstellung FC Kickers Luzern: Beganovic Eldin, Kistler Marco ©, Kurmann Dario, Fischer Till, Beever Lachlan, Brzovic Marko, Abaidia Yahia, Teixeira Calcada Marco Andre, Aneas Barrios Eloy, Villiger Sandro, Würmli Leonardo

Aufstellung FC Schötz: Stadelmann Dominic, Ferricchio Luca ©, Stephan Joel, Skeraj Agron, Rapelli Yanick, Koch Michael, Zobrist Manuel, Zenger Claudio, Aziri Labinot, Nikmengajaj Eduard 

Ersatz FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Presas Abreu Joao Ricardo, Kisungu Kevin, Jelmini Manuel, Fischer Philippe, Manuel Maumar Mauricio

Ersatz FC Schötz: Pekas Ante, Frey Luca, Kälin Nick, Jäger Oliver

Bericht: Marjana Ensmenger

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