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Der Abstieg rückt nach dem Unentschieden näher

Matchbericht FC Kickers Luzern – FC Bassecourt (1:0) 1:1  

Der Abstieg rückt nach dem Unentschieden näher

Zwei Pfostenschüsse und ein Lattentreffer in den letzten zehn Minuten bringen die Kickers wieder nicht auf die Siegesstrasse. Während die Kickers weiterhin mit ihrem Schicksal hadern und Pech bekunden, wird sich das Unentschieden für die Jurassen in der Zentralschweiz längerfristig wie ein gewonnener Punkt anfühlen. 

Die Schlüsselszene: Nach der 1:0-Führung zur Pause fasst sich Till Fischer in der 47. Minute ein Herz, tankt sich bis zum Strafraum der Jurassen durch. Dort wird er zwar von einem Verteidiger leicht nach links neben das Tor abgelenkt, Fischer schafft es aber, den Ball in die Mitte zu spielen. Dort agieren seine Mitspieler aber zu wenig aggressiv, so dass keiner wirkliche Ambitionen zeigt, an den Ball zu kommen. Stattdessen geht es wenige Sekunden auf die andere Seite. 

Weil Fischer in dieser Szene nach vorne stürmte, fehlt er hinten als wichtiger Mann in der Verteidigung. Der Gegenangriff landet vor den Füssen des pfeilschnellen rechten Aussenläufers von Bassecourt. Vorbei an Freund und Feind bringt er den Ball zuerst an Eloy Barrios Eloy und später auch an Marco Kistler vorbei, flankt zur Mitte und findet in Mevludin Cuskic einen dankbaren Abnehmer. 

Und während die Jurassen den Treffer frenetisch feiern, fragt man sich: Was wäre gewesen, hätte Kickers nach der Pause getroffen. Wären die Jurassen eingeknickt? Hätten die Kickers frischen Mut gefasst und ähnlich selbstbewusst wie gegen die Schötzer einige Tage zuvor weitergespielt? 

Statt sich also über den zweiten Treffer des Abends auf Seiten der Kickers zu freuen, hiess es, den Gegentreffer möglichst schnell zu verdauen. 

Das Spielsystem: Die Kickers traten an diesem Mittwochabend in einem 4-2-3-1 an. Heisst: Das Zentrum bei Ballverlust möglichst schnell schliessen und bei Ballgewinn möglichst schnell die Breite und Tiefe suchen. Ersteres gelang Kickers zumeist gut, auch wenn man im Zentrum des Öfteren den Ball hart zurückeroberte, um diesen in der nächsten Aktion gleich wieder zu verlieren. Zweites gestaltete sich angesichts der doch spiel- und zweikampfstarken Aussenläufer in den Reihen von Bassecourt schwer. 

Auf der linken Seite war es vor allem Aneas Barrios Eloy, der seinem Gegner mehrmals gefährlich davonlief. So auch in der 41. Minute, als eine Ballstafette über Teixeira und Coelho bei Aneas landete und dieser mit einem satten flachen Schuss in die untere Ecke für den Führungstreffer der Kickers besorgt war. Mit ein wenig mehr Glück, hätte Barrios in der 52. Minute nach einem Sololauf über links gar die Möglichkeit zum 2:1 für Kickers gehabt. 

Die Aluminiumtreffer: Neben drei Treffern an die Torumrandung von Bassecourt, trafen auch die Jurassen einmal an die Latte von den Kickers. Ähnlich wie Yahia Abaidia gegen den SC Buochs, hämmerte auch Leonardo Würmli den Ball in der 58. Minute aus praktisch derselben Freistossposition an die Latte. Der gleiche Spieler hatte auch in der 84. Minute Pech, als er nach einem Zuspiel durch Aneas wiederum nur den Pfosten des Bassecourter Tors traf. 

Das eigene Unvermögen: Obwohl Bassecourt zu zwei gefährlichen Torchancen kam, die besseren Torchancen gab es auf Seiten der Kickers. Nur: am Ende scheiterten sie am eigenen Unvermögen.
Unvermögen Nummer 1: Torhüter Eldin Beganovic machte keinen seriösen Eindruck in der 56. Minute, als er den Ball wenige Meter vor dem Strafraum gegen einen Jurassen verliert. Glück für die Kickers, dass Bassecourt in dieser Szene nicht Profit daraus schlagen konnte.  

Unvermögen Nummer 2: Der eingewechselte Sandro Villiger erhält nach einer Ballstafette über die rechte Seite im Strafraum der Jurassen den Ball knapp zwei Meter vor dem Torhüter. Anstatt den Ballin dieser Situation aber links oder rechts am Torhüter vorbeizuschieben, entschliesst sich Villiger zu schiessen und trifft dieser anstatt ins Tor nur den jurassischen Torhüter. 

Die Emotionen: Ein wild auf und ab tanzender Trainer der Jurassen machte an diesem Mittwochabend nicht nur den Trainer des Heimteams wahnsinnig, die Emotionen übertrugen sich auf die Spieler auf dem Platz. Von der harten Gangart ausgenommen, war weder das Heimteam, noch der Gast. Gelbe Karten regnete es ab der 70. Minute quasi im Fünf-Minutentakt (teilweise sogar noch schneller). Und als sich der Trainer von Bassecourt in der 90. Minute selber einwechseln liess, war das Pfeifkonzert auch auf den Tribünen nicht mehr zu stoppen. Begleitet von Pfiffen, „Buuuh-Rufen“ und dergleichen pfiff der Schiedsrichter die Partie in der 94. Minute ab. Es war ein Schlusspfiff, der unter dem ohrenbetörenden Lärm für viele gar nicht mehr hörbar war.  

Tore: 41. Minute 1:0 Eloy Barrios Aneas (FC Kickers Luzern), 47. Minute Mevludin Cuskic (FC Bassecourt) 

Aufstellung FC Kickers Luzern: Beganovic Eldin, Beever Lachlan, Kurmann Dario, Fischer Till, Kistler Marco ©, Fischer Philippe, Abaidia Yahia, Teixeira Calcada Marco Andre, Aneas Barrios Eloy Manuel, Würmli Leonardo, Nunes Coelho Leandro Tiago

Aufstellung FC Bassecourt : Fankhauser Severin, Ducummun dit Boudry Nathan, Barkin Devrim, Amaouchse Isamaël, Lachat Pascal, Cuskic Mevludin, Ducummun-dit-Boudry Jérémy, Monnerat Jérôme ©, Ghomrani Karim, Mobili Charlie, Erard Nolan

Ersatz FC Kickers Luzern: Strässle Nikolai, Presas Abreu Joao Ricardo, Kisungu Kevin, Jelmini Manuel, Villiger Sandro, Manuel Maumar Mauricio 

Ersatz FC Bassecourt: Sirufo Anthony, Chiquet Antonio, Bitiq Nuredin, Tela Shaip, Soltani Farid

Bericht: Marjana Ensmenger

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